I\'m no Superman Superman Hintergrundbild
mental breakdown.

Ich rief 3x an. Beim ersten Mal - nichts. Eine Stunde später auch nicht. Ich schrieb eine Sms, erhielt eine Antwort und rief erneut an. Seine Mutter ging ran. Ich hoffe doch sehr, dass ich nicht geweckt, gestört oder was auch immer habe. Ihn schon, vielleicht. Alex hat es verdient. Alex hatte mich auch geweckt. Und damit Unheil hinaufbeschworen. Aber normalerweise nimmt niemand anderes ab. Also Alex, sag deiner Mutter bei Bedarf, dass es mir leid tut. Es tut mir wirklich leid. ..

Aber eigentlich schreib ich nicht deswegen. Ich schreibe, weil ich hoffe, dass es mich ablenkt. So wie früher auch. Immerhin hab ich ja irgendwie aufgehört zu schreiben. Ich hab nicht nur das bloggen eingestellt, ich habe mit allem aufgehört. Bloggen, mit den Slams, den Geschichten, Briefen, Lisa schreibt nichtmehr. Aber Heute. Weil ich kurz aufgehört hab zu heulen. ..

Ich gehe auf dem Zahnfleisch. Vermutlich ist es nichtmal besonders schlimm. Nein, vermutlich flenne ich nur gern und bemitleide mich selbst. Aber besser macht es das sicher nicht. Ich weine schon die ganze Woche. Ich weine, oder ich bin draußen. Was anderes passiert nicht. Irgendwann am Ende der Woche war ich bei Alina. Ich hielt es nichtmehr aus, alleine. Zuhause. Auf irgendwas wartend. Was auch immer. Ich war dort, um mich auszuruhen. Um abzuschalten. Von Philip und von Olli und von Alex, bei dem ich nicht wusste, wann ich schreiben durfte und wann nicht, weil ich ja wusste, er würde irgendwann in den letzten Ferienwochen Besuch haben. Ich saß also da, froh über ein bisschen Gesellschaft, als sie plötzlich anfing zu weinen. Der Junge, der ihr alles bedeutet, der hat sie abgesägt. Eiskalt. In genau diesem Moment. Über's Internet. Schwachkopf. Lisa ist da, is Lisa ist 'ne Freundin. ..

Ich war Gestern richtig im Arsch. Ein Freund, der sich wieder nicht meldet, nichtmal absagt, wenn er nicht kommt und die zwei Parteien. Die eine Partei die sagt, ich soll mich nicht aufregen und die andere Partei, die sagt, ich bin im Recht. Sie verwirren mich. Sie machen, dass ich Philip hasse, weil er so ist. Und sie machen, dass ich mich hasse. Dafür, dass ich bin wie ich bin und mich aufrege. Jan sagte Gestern, ich solle doch zu ihm kommen. Die anderen wären auch da. Simon mit neuer/alter Freundin und Kind und Hund, die betrunkene Lia und Stella, das Mädchen, dass mich nicht mag. Aber die würde, wie er sagte, gleich verschwinden. Ich war dort. Ich ertrank meinen Frust und die Stimmen in meinem Kopf die im Chor riefen: 'Philip ist ein rücksichtsloser Doofmann!' und 'Reg dich nicht so auf, wir verstehen dich nicht - und, außerdem: anstrengende Freundinnen kann niemand leiden!' Ich wurde nicht betrunken genug. Lia schon. Lia aß 20 Chicken McNuggets, obwohl sie Vegetarien ist. Lia tat Gestern Abend viele Dinge, auf die sie Heute Morgen schon nichtmehr stolz war. ..

Irgendwann gingen wir zu ihr und nach einem fast-Streit zwischen Philip und mir und einem definitiv-Streit Zwischen Lia und ihrem neuen Ex gingen wir endlich ins Bett. Sie flennte. Sie bat mich darum, alles was passierte für mich zu behalten. Mit diesem Eintrag verstoße ich wohl definitiv dagegen. ..

3:43Uhr - Handyklingeln. Ich denke, es ist Philip, öffne im Halbschlaf die Nachicht. Eine Sms. Musik. Laute Musik. Das ganze Haus wird wach. Gefummel in der Küche und eine zugedrugte Lia um mich herum. Sie dreht sich um. Fragt: 'Philip?' Ich schüttle den Kopf. Sie geht pinkeln und kommt wieder. Kommt auf die Idee, auch so spät noch zu simsen. Dem Arschloch. Arschloch antwortet nicht. Lia weint, schläft ein. Ich brauche lange, lange um wieder einzuschlafen. ..

Um 9 Uhr werde ich dann schlagartig wach, ein Albtraum. Überall Zombies. Als ich von der Toilette wiederkomme und mir immer wieder sage, dass ich mich zusammenreißen muss, sitzt Lia auf dem Bett. Im Arsch. Sagt, das mit ihrer Mutter ist heute ein halbes Jahr her. Sagt, ihre Mutter wäre böse mit ihr, wenn sie von der gestrigen Nacht wüsste. Ich riss mich zusammen. Für das Mädchen, dass nach Problempunkten definitiv den heutigen Tag gewonnen hat. ..

Falls Philip Samstag kommt, sage ich ihm, dass ich mich wie ein Bimbo fühle. Dann sage ich ihm, dass ich unglücklich bin. Dann sage ich, dass er mich wütend gemacht hat und dass ich weiß, dass er mich angelogen hat. Was mache ich denn, wenn ich tatsächlich vor Weihnachten wieder einsam bin?!

Ich hoffe, dass ich bin Samstag nichmehr zusammenbreche. Ich kriege davon langsam Kopfschmerzen. Ich schlafe und esse nicht. Liebe ist ungesund. ..

Ich sage mir, ich soll mich nicht aufregen. Ich sage mir, dass alles halb so schlimm ist. Und im gleichen Moment greife ich schonwieder instinktiv nach den Tempos. Nächste Woche ist Schule. Ungünstig. ..




25.8.10 19:22


Antifamilia.

Beschwingt von Liebe, Glückseligkeit und Chicken McNuggets die Tür aufschließen. Es mieft und überall liegt Müll und Wäsche und Geschirr. Er sagt, dass ich Schuld habe an diesem Zustand. 'Schlampe!', nennt er mich dafür. Ja, Vater sagt gerne sowas. Um seine eigene Schuld abzuklopfen wie Staub von einem Teppich. Die Woche bei Philip war schön. Ich gab ihm einen Kuss, stieg aus, holte die Werbung aus dem Postkasten und schloss die Tür auf. Ich roch den Alkohol und die Faulheit das Fenster zu öffnen. Wer auf dem Sofa sitzen will, muss über millionen von Flaschen steigen. Wer was essen will, muss suchen. Wer saubere Wäsche will, muss sie waschen. Ich wasche, ich kaufe ein, ich räume weg. Ich bin die Schlampe, die Schuld an diesem Dilemma ist. Daran, dass er trinkt. Daran, dass es hier aussieht wie Dresden '45. Okay, cool. ..

Wer eine ganze Woche weg ist, bei Menschen, die alles besser hinkriegen, die einen vollen Kühlschrank und ein sauberes Haus haben, sich mit Respekt behandeln und nachts von Geschäftsreisen wiederkommen, wenn es einem Mitglied der Gemeinschaft dreckig geht, und dann wieder kommt in eine Wohnung die nach Junggesellenbude riecht, zu einem Vater, der einem unmissverständlich erklärt, dass man definitiv nicht gefehlt hat, fällt man in ein Loch. Langer Satz. ..

Ich vermisse nicht, dass man für mich kocht, mir nachschenkt und mich fragt, ob es schmeckt.
Ich vermisse nicht die Gewissheit, dass alles da ist was man brauch, wenn man sich nur umdreht.
Ich vermisse es nicht, morgens neben ihm aufzuwachen. (Obwohl doch, ein wenig.)
Ich vermisse nicht ihn, seine Eltern, seine Oma oder meine Playstation3.
Ich vermisse das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Denn während ich aus dem Auto aussteige, Küsse und Liebe verteile und in das 'Zuhause' komme, bleibt dieses Gefühl einfach im Auto sitzen, macht sich breit und lässt mich im Stich. Ich könnte es hier gebrauchen. ..

Noch 2 Jahre. Ich glaube, ich muss mich wieder übergeben. ..


25.7.10 18:47


Die Gleichgültigkeit eines ganzen Jahres oder das Wunder der Geburt.

11 vorbei.
Rückblickend habe ich ein Praktikum verkorkst, viele neue Freunde gefunden und meine Beziehung verloren.
Ich saß Dienstag mit meiner Band vor dem Proberaum und wir stießen auf uns an. Auf all die Zeit die wir eigentlich getrennt verbracht haben und auf all die Erlebnisse die wir nie erlebt haben in dem Jahr. Auf die Tatsache das sich nichts verändert hat.
Mir ist dann aufgefallen wie egal das alles ist. Die ganze 11. Ein Jahr in dem eigentlich nichts passiert.
Man lernt nicht.
Man erlebt nichts.
Die Schüler und Lehrer machen keinen Hehl daraus. Die Menschen verstecken es nicht.
Selbst wenn ich an die wichtigen Dinge mich erinnere. An mein Ende als Sanitäter oder als ich noch Leben rettete. Es scheint nicht wichtig.
Am Ende nämlich der 11 sind wir alle gleich. Keiner erwachsener oder reifer bloß ein paar Menschen die immer noch mit Wasserbomben werfen.
12 kommt.



Romeo. So heißt nun also der Dritte im Bunde der kleinen Kinder die ich jetzt nun Cousin bezeichnen kann. Neffe oder Ähnliches würde wohl besser passen.
Romeo sollte aber eigentlich Dorian heißen. Nicht nach John Dorian. Sondern benannt nach dem Original Dorian. Grey von Wilde.
Jetzt aber ein Drama. Englische Literatur hat es ihnen wohl diesmal angetan.
Ob dieser Romeo wohl auch eine verfeindete Familie haben wird?
Seine eigene Julia Capulet? Seinen eigenen Tod?
Ansehen kann man es ihm jedenfalls nicht dem kleinen mit 11 Fingern.
Denn Kinder werden wohl ewig magisch sein.
15.7.10 23:27


Sommergewitter.

Ursprünglich wollte ich auf Euka-Hütchen bloggen aber da fühl ich mich nichtmehr zu Hause. Scheiße. ..

Okay. Ich war nie ein Sommerfan. Das heißt, doch, blabla, warm und kurze Sachen blabla. Aber ins Gesamt ist es, gerade in diesem Jahr, einfach viiiiiel zu warm. Heute also dieses grausam, GRAUSAM schlechte Zeugnis nach Hause gebracht, umgezogen und mit ein paar Leuten aus meiner Klasse schwimmen gengangen, die eigentlich Klassenkameraden bleiben sollten. Finde ich. Das Wasser im Freibad war unglaublicherweise zu kalt, also lag ich auf der Wiese, hörte Death Cab For Cutie und die Welt war in Ordnung. Mit einer Sonnenbrille, ein Ding, dass ich mir endlich mal angeschafft habe, obwohl sie schrecklich finde, konnte ich dabei wunderbar in den Himmel schauen. Ich war einfach 2 Stunden lang damit beschäftigt darauf zu achten, wie die Wolken vorbeizogen. Der Himmel sah irgendwann nichtmehr aus wie eine Kugel sondern wie ein Ei. Gott weiß wieso. Worauf ich mit dieser wahnsinnig langweiligen Passage eigentlich hinnaus will ist..

Es läuft gut. Ich bin Sorgenfrei. Mit Philip läuft es besser als jemals zuvor, ich kriege nächstes Jahr Hilfe von allen Seiten um meinen Qualifikationsvermerkt auf dem Abschlusszeugnis zu kriegen und den lieben Alex musste ich auch noch nicht anrufen um zu weinen. Ich weine nicht. Ich bin in den letzten Wochen oft umgekippt und momentan schlag ich mich mit einer Sommergrippe so durch aber ich muss sagen, ich bin glücklich. Komisch, oder? Oder doch nicht?!..

Und bei ihm, bei dir - läuft es anscheinend auch gut, immerhin gab es keine Ansprache, nichts. Seit Wochen. Na dann herzlichen Glückwunsch. ♥

Ich geh jetzt Umwetter gucken. Wirsing.


14.7.10 19:24


Kein Blog für Alex.

>>Was ist los?<<
>>Ich bin einfach ein bisschen stolz auf dich grade?<<
>>Weswegen? Weil ich sie weggedrückt habe?<<

Man stirbt immer ohne Würde. So etwas wie ein heroischer Tod ist nicht existent. Man stirbt einfach. In seiner eigenen Scheiße vergraben. Metaphorisch aber auch buchstäblich.
Doch mit Würde leben?


Es ist Sonntag. Gleißende Hitze und hunderte Menschen versammeln sich vor einer riesen Leinwand um Fußball zu gucken. Die Getränke sind überteuert und die Sanitäter überfordert bei all den Hitzeleichen.
Nichts aber zerstört die Laune wenn ein Kölner mit dem IQ eines Jabba the Hut ein Tor schießt. Alle feiern und und freuen sich darüber. Sie fallen sich in die Arme und jubeln.
Ich stehe dazwischen. Mit dem Handy in der Hand schnell tippend um jemandem zu sagen er solle doch in einer Band mitspielen.
Constanze. Vanessa. Robert. Das Trio Infernale.
Also 3 Neuzugänge und 3 Idioten.
Toni sagte wir seien 3 Player 2 Bitches und ein Schwuler der sich verirrt hat.
Ich habe das bloß belächelt. Denn die 2 „Bitches“ sind nett.

Doch eine tat es mir an.
Lisa sagte sie sei nett. Ein freundliches Lächeln. Der Typ Frau der niemals auf Freaks steht!
Aber was? Sie ist wirklich nett. Offen. Ein klein wenig arrogant. Aber warum sich damit aufhalten.

Ohne Würde?
28.6.10 15:08


(Wochen)Endzeit - Stimmung || Freitag.

Ich wollte schon immer mal vom iPod aus bloggen. ..

Der Freitag war ein grausamer Tag. Ich wachte bei Alina auf und wir beide wussten, dass wir heulen würden. In der ersten Pause wurde ich nur ein bisschen wehmütig. Ich legte meinen Kopf auf Marvins Schulter und wusste, dass es das Ende war, aber es war auszuhalten. In der Vertretungsstunde rannten alle Schüler raus und rannten, sich an den Schultern haltend über den Schulhof. Alina sah mich an und sagte, was ich dachte. 'Trauriger Anblick.' ..

In der zweiten Pause gingen wir raus, ein Kloß im Hals so groß wie Mexico. Ich zwang mich, nicht sofort in Tränen auszubrechen. Als ich Patrick umarmte, bekam ich einen Heulkrampf. Er nahm mein Gesicht in beide Hände und bat mich verzweifelt darum, aufzuhören. Ich konnte nicht. Es wurde schlimmer. Alle weinten. Und alle trösteten mich. Mehrmals. Debbie kam zu mir, total verheult. Sie warf ihre Arme um mich und sagte: 'Danke für Alles.' - Und plötzlich, unmerklich hatten wir uns verziehen. ..

Alle sagten verzweifelt, ich solle aufhören zu weinen. Pedda sagte, ich würde das letzte Jahr packen. Saskia sagte, dass sie mich lieb hat. Und als die Pause längst vorbei war und ich zur Deutschstunde gehen wollte, packte Patrick ein letztes Mal am Arm. Er hielt meine Hände fest und ich war froh darüber. 'Lisa, ich werde dich vermissen. Die Meisten hier sind mir egal, aber DICH werde ich wirklich vermissen. Du warst cool.' ..

Ich entschuldigte mich in Deutsch zittrig und verheult für die Verspätung und meine Deutschlehrerin trug mich einfach nicht als verspätet ein. Sagen wir einfach, sie hatte es vergessen. ..
27.6.10 23:20


Train - Hey, Soul Sister

>>Sir? Entschuldigung aber wie wirkt dieses Mädchen auf sie? Finden Sie nicht auch, dass sie unheimlich viel Selbstvertrauen ausstrahlt? Alleine dieses Lächeln ist doch schon ein Indiz dafür oder?<<

Der Mann nickt bloß freundlich und sagt: >> Ja natürlich! Sie wirkt auf mich sehr natürlich und macht ihre Sache sicher gut! <<

Was ist eine natürliche Wirkung?

>> Siehst du Vani. Du schaffst das! Sogar das Publikum findet das du richtig gut wirkst. Du wirst das schon schaffen. Wir sind alle mit dir auf der Bühne. Constanze,Dani und ich! Du wirst sehen das wird schon.<<

Eine gute Stunde spielte ich nach einem Jahr mal wieder einen Auftritt. Ungewöhnlich so ohne die Freunde mit denen man schon gespielt hat. Menschen die man eben kennt lassen einen ohne Aufregung vor ein Publikum treten.
Ich war nicht aufgeregt. Obwohl wir nicht geprobt haben und Alles hätte passieren können war ich nicht aufgeregt. Auch währenddessen und danach hielt sich alles in Grenzen. Nicht der Adrenalinstoß oder die Freude, die man spüren sollte.
Der Auftritt war natürlich ein Erfolg. Die 3 Mädchen haben es geschafft die 100 Menschen in ihren Bann zu ziehen und ich durfte am Rand ein wenig Lächeln und mich bloß so fühlen als wäre der Applaus für mich.

Als mich danach ein paar Leute fragten wie es war entgegnete ich ein Raunen oder ein Seufzen. Es war nichts Besonderes. Nichts worauf man Monate hin geprobt hat. Langweilig?
Ist es für mich schon „normal“, wenn ich irgendwo auftrete? Ist es, weil niemand von meinen Verwandten, Freunden oder Bekannten da war? Nur Musiker oder Eltern oder Schleimerlehrer mich gesehen haben?
Ansprüche zu hoch?

Weil ich nicht der wirkliche Mittelpunkt war. Eine Begleitung die gelächelt hat.
Mehr war ich nicht. Mehr bin ich nicht.
23.6.10 23:11


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